Die EM 2020 in Europa

Wissenswertes zur EURO 2020 – Fußball Europameisterschaft 2020

Am 6. Dezember 2012 beschloss das UEFA-Komitee, dass die EM 2020 als „EURO für EUROPA“ ausgetragen werden soll. Damit wurde die Idee verwirklicht, zum Jubiläum der UEFA eine Europameisterschaft in ganz Europa auszutragen, so wie Michel Platini es zum Abschluss der EURO 2012 erwähnt hatte. Mit diesem Entschluss konnten sich nun endlich auch Länder bewerben, die im Alleingang kein Event wie die Europameisterschaft hätten stemmen können. Neben den vielen positiven Reaktionen aus der Presse waren auch die nationalen Mitgliedsverbände positiv gestimmt.
Zum zweiten Mal seit 2016 werden 24 Länder an der Endrunde teilnehmen. Neu ist allerdings, dass sich neben den 20 Nationen, die sich über die EM-Qualifikation qualifizieren, noch weitere vier Nationen über die UEFA Nations League und die Play-Offs qualifizieren können.

Das UEFA EURO 2020 Logo, Quelle: UEFA

Das UEFA EURO 2020 Logo, Quelle: UEFA

Qualifikation zur EM 2020

Da es keine vereinzelten Gastgeberländer und somit keine gesetzten Mannschaften geben wird, müssen sich alle 54 Nationen für die Endrunde qualifizieren. Somit ist es auch möglich, dass ein Land kein Team stellen wird, obwohl es als Austragungsort ausgewählt wurde.

UEFA Nations League

Für die EM 2020 können sich die Nationen erstmals auch über die UEFA Nations League qualifizieren. Diese wird von September bis November 2018 stattfinden. Im Final Four Turnier wird dann im Juni 2019 die Siegermannschaft ermittelt, parallel zu den bekannten Qualifikationsspielen. Der Sieger hat sie somit unabhängig von der Qualifikation bereits für die Endrunde qualifiziert.

Voraussichtlich werden alle 54 UEFA-Mitglieder teilnehmen. Die UEFA Nations League wird vermutlich in vier Ligen aufgeteilt, die gemäß der UEFA-Koeffizienten bestimmt werden. Die Ligen A und B bestehen jeweils aus vier Gruppen zu drei Teams, Liga C beinhaltet zwei Gruppen zu drei Teams und zwei Gruppen zu vier Teams. Liga D beinhaltet vier Gruppen zu vier Teams.
Dabei spielt jedes Team zweimal gegen die jeweiligen Gruppengegner. Gespielt wird in der sogenannten „englischen Woche“. Dieses Verfahren wird seit den EM-Qualifikationsspielen 2014 angewendet. In einer solchen Woche hat ein Team jeweils zwei Spieltage. Die vier Gruppensieger der Liga A spielen anschließend im K.o.-System den UEFA-Nations-League-Gewinner 2018/19 aus. Die Halbfinale werden ausgelost, wobei die Austragungsorte vom UEFA-Exekutivkomitee festgelegt werden.
Die Gruppensieger der unteren Ligen steigen in die nächsthöhere Liga auf, während die Gruppenletzten absteigen.

Qualifikation und Play-Offs

Die Qualifikation beginnt nicht wie gewöhnlich im September 2018 im Anschluss an die WM, sondern erst im März 2019 und endet im November 2019. Gespielt wird an Doppelspieltagen im März, Juni, Oktober und November. Die Doppelspieltage finden in der „englischen Woche“ statt. Das Tableau wird weiterhin gleich bleiben, so dass 20 der 24 Startplätze für die Endrunde über diesen Weg erkämpft werden können. Die 54 UEFA-Mitglieder werden, nach dem Vorbild der UEFA Nations League, in zehn Gruppen aufgeteilt: Sechs Gruppen mit jeweils fünf Teams und vier Gruppen mit jeweils sechs Teams. Die vier Mannschaften, die am Final Four Turnier der UEFA Nations League teilnehmen, werden definitiv in eine 5er-Gruppe gesetzt, da diese parallel zur Qualifikation das Final Four Turnier ausspielen. Die zwei bestplatzierten Teams einer Gruppe qualifizieren sich direkt für die EURO 2020.
Die Playoffs um die letzten vier Plätze für die Endrunde der UEFA EURO 2020 werden im K.-o.-System ausgespielt. Jede Liga der UEFA Nations League hat ein Recht auf vier Playoff-Plätzen. Ist der Gruppensieger bereits über die EM-Qualifikation für die Endrunde qualifiziert, rückt bzw. rücken die in der Liga nächstbestplatzierte(n) Mannschaft(en) nach. Playoff-Plätze können auch an untere Ligen gehen, sollten weniger als vier Teams für die Playoff-Qualifikation in Frage kommen. Somit wird es vier Playoff-Gruppen geben, in denen jeweils ein Sieger ermittelt wird.
In den Halbfinalbegegnungen wird jeweils die erstplatzierte Mannschaft gegen die letztplatzierte Mannschaft spielen, während die zweit- und drittplatzierten Teams gegeneinander antreten. Die Mannschaft mit der besseren Platzierung spielt das Halbfinale zu Hause, während der Austragungsort für das Endspiel im Voraus zwischen den beiden Halbfinalsiegern ausgelost wird.

Spielplan zur EM 2020

Die genauen Daten des Spielplans stehen bisher noch nicht fest und können somit nicht abschließend terminiert werden. Die 24 qualifizierten Teams werden in acht Gruppen zu je vier Mannschaften ausgelost. Hier spielt jeder gegen jeden. Die zwei bestplatzierten Teams einer jeden Gruppe kommen in die K.-o.-Phase, das mit dem Achtelfinale beginnt. Die Sieger des Achtelfinales treffen im Viertelfinale aufeinander. Anschließend spielen die jeweiligen Gewinner im Halbfinale. Das Finale entscheidet sich zwischen den zwei Siegermannschaften. Sowohl das Halbfinale als auch das Finale finden im Londoner Wembley-Stadion statt.

Länder und Spielstätte zur EM 2020

Bewerbungsphase

Die EM-Spiele wurden in 13 Pakete gegliedert. Diese beinhalten drei Standardpakete mit je drei Gruppenspielen und einer Achtel- oder Viertelfinalbegegnung sowie ein Paket mit den Halbfinalspielen und dem Finale.
Um sich überhaupt als Spielstätte bewerben zu können, galten zunächst bestimmte Voraussetzungen, die eingehalten werden mussten. Hierzu gehörte unter anderem, dass es pro Land nur einen Austragungsort geben darf. So werden alle Spiele des Pakets in einem Stadion gespielt.
Hinzu kommt, dass jeder Verband zwei Bewerbungen einreichen konnte, eine für ein Standardpaket und eine für das Halbfinal- und Endspielpaket. Für beide Pakete konnte man zwei unterschiedliche Städte vorschlagen.
Stadionneubauten sind ebenfalls erlaubt, jedoch muss der Bau spätesten 2016 begonnen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann das Paket nachträglich an eine andere Stadt weitergegeben werden.
Es gelten Netto-Mindestkapazitäten: Für das Paket Halbfinalspiele/Endspiel müssen mindestens 70.000 Zuschauer Platz haben. Für Viertelfinalspiele müssen es mindestens 60.000 sein. Für das Paket der Achtelfinal- und Gruppenspiele, müssen mindestens 50.000 Zuschauer Platz finden.
Es werden maximal zwei Ausnahmen genehmigt für Stadien mit einer Netto-Mindestkapazität von 30.000 Plätzen für Gruppen-/Achtelfinalspiele.
Insgesamt 32 Mitgliedsverbände hatten bis zum ersten Stichtag am 12. September 2013 ihr Interesse an einer Ausrichtung bekundet. Von ihnen haben 19 Verbände bis zum 25. April 2014 eine Bewerbung eingereicht. Am 19. September 2014 benannte die UEFA die 13 Austragungsstädte.

Am 3. September 2014 erklärte der DFB, dass man auf eine Bewerbung Münchens für die Final- und Halbfinalspiele zugunsten Londons verzichten werde. Dafür werde der englische Fußballverband den DFB bei der Bewerbung für die EM 2024 in Deutschland unterstützen. Als Gegenleistung werde der DFB die Engländer bei der Ausrichtung der EM 2028 unterstützen. Jedoch wollte der DFB nicht ganz auf die Halbfinalpartien und das Finale verzichten und bewarb sich somit trotzdem.

Austragungsstädte & Stadien

Am 19. September 2014 gab die UEFA die folgenden Stadien und deren Pakete bekannt. Sowohl für das Halb- und Finalpaket, als auch für das Paket mit drei Gruppenspiele und ein Achtel- oder Viertelfinalspiel, hatten sich sowohl die FA mit London und der DFB mit München beworben.
Den Zuschlag für die Halb- und Finalspiele erhielt die FA mit dem Wembley-Stadion in London. Das Stadion wurde zwischen Juli 2002 und März 2007 komplett neu gebaut. Mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Plätze ist es auch das größte Stadion der Bewerber und somit auch würdig für die Halb- und Finalspiele. Bereits 2011 und 2013 fanden im Wembley das UEFA Champions League Finale statt.
Die Allianz Arena, einziger Mitbewerber für das Halb- und Finalpaket, bekam das Paket für je drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale. Mit einer Kapazität von 69.344 Plätzen ist es das viertgrößte Stadion der EM. Die Arena ist ein geschlossenes und reines Fußballstadion und wird aufgrund der Bauform auch als „Schlauchboot“ bezeichnet. Es wurde zwischen Oktober 2002 und Mai 2005 komplett neu errichtet. Neben dem FC Bayern München, der auch der Eigentümer ist, trägt auch der TSV 1860 München hier seine Heimspiele hier aus.
Ebenfalls für das Paket mit je drei Gruppenspiele und einem Viertelfinale bekam das Stadion in Rom, das Stadio Olimpico di Roma, den Zuschlag. Es ist das zweitgrößte Stadion mit 72.698 Plätzen und beheimatet neben dem AS Rom und Lazio Rom auch die italienische Rugbynationalmannschaft. Erstmals wurde es 1932 eröffnet; der letzte Umbau erfolgte 2008. In diesem Stadion gewann die deutsche Nationalmannschaft 1980 die Europameisterschaft und 1990 den WM-Titel.
Zudem wurde dem Nationalstadion in Baku, Aserbaidschan, ebenfalls ein solches Paket zugesichert. Der Bau des Stadion begann im Juni 2011. Anfang März 2015 erfolgte dann die Bauabnahme. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf etwa 710 Millionen US-Dollar. Mit einer Kapazität von 69.870 Plätzen liegt das Stadion knapp vor der Allianz Arena auf Platz drei. Hauptsächlich finden hier die Spiele der Fußballnationalmannschaft von Aserbaidschan statt.
Als viertes und letztes Stadion erhielt die Gazprom-Arena in Sankt Petersburg, Russland, ein solches Paket. Baubeginn war 2007, die geplante Fertigstellung 2009 wurde aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Baugrund und explodierenden Baukosten des Öfteren nach hinten verschoben. Die Einweihung soll nun 2017 stattfinden, rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018, die in Russland stattfindet. Die Kosten belaufen sich inzwischen auf gut 930 Millionen Euro. Der Verein Zenit St. Petersburg wird hier seine Heimspiele ausfechten.
Der Hampden Park in Glasgow, Schottland, erhielt ein Paket mit je drei Gruppenspielen und einem Achtelfinale. Das Stadion wird vom FC Queen’s Park sowie von der schottischen Fußballnationalmannschaft als Heimstätte genutzt. Es wurde bereits im Oktober 1903 eröffnet und hält bis heute den britischen Rekord (1937) mit 149.547 Besuchern. Die letzte Renovierung fand 1999 statt. Das Stadion bietet aktuell Platz für 52.500 Zuschauer. Neben dem Finale des Europapokals der Landesmeister 1959/60 und 1975/76 fanden hier auch bereits das Finale der UEFA Champions League 2001/02 und das Finale des UEFA-Pokals 2006/07 statt. Zudem wurden einige Begegnungen der Olympischen Spiele 2012 ausgetragen.
Auch das Estadio de San Mamés im spanischen Bilbao mit einer Kapazität von 50.000 Besuchern erhielt ein solches Paket. Es wurde im Juni 2010 auf dem Grund des alten San Mamés gebaut und wurde im September 2013 fertiggestellt. Die Gesamtkosten betrugen 173 Millionen Euro. Neben Athletic Bilbao trägt hier auch die baskische Fußballauswahl seine Spiele aus. Die EM 2020 findet als erstes Großereignis in diesem Stadion statt.
Im belgischen Brüssel wird ein ganz neues Nationalstadion erbaut. Es soll das in die Jahre gekommene König-Baudouin-Stadion ersetzen. Die Stadt Brüssel und die Verantwortlichen der Fußball- und Leichtathletikverbände einigten sich auf eine 60.000-Mann-Arena ohne Leichtathletikbahn und ohne verschließbares Dach. Standort ist der Parkplatz C auf dem Heysel-Gelände. Das genaue Fertigungsdatum steht noch nicht fest.
Ebenfalls neu gebaut wird das neue Nationalstadion in Budapest in Ungarn. Die Pläne sehen den umfassenden Umbau des bestehenden Puskás Ferenc Stadions vor, wobei ein Teil der alten Bausubstanz erhalten bleiben soll. Es soll anschließend 67.889 Besuchern Platz bieten.
Zudem sind im Stadioninneren viele Räumlichkeiten geplant. Eine geplante wahre Kuriosität ist die 800-Meter-Laufbahn, die an der Spitze des dritten Ranges verläuft. Jedoch wird diese nur zu Trainingszwecken genutzt. Die gesamten Baukosten sollen 320 Millionen Euro betragen, wobei das Stadion zwischen 2015 und 2018 gebaut werden wird.
Ebenfalls ein Paket für drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale erhielt das Telia Parken in Kopenhagen, Dänemark. Es wurde ursprünglich 1911 gebaut, jedoch zwischen 1990 und 1992 komplett abgerissen und neu aufgebaut. Nachdem 2001 das Dach erneuert wurde, fand die letzte Renovierung 2009 mit der Errichtung der neuen Nordtribüne statt. Insgesamt passen 38.076 Zuschauer in das Stadion. Im Inneren befinden sich große Säle für Konferenzen, Bankette oder sonstige Feierlichkeiten, die angemietet werden können. Der FC Kopenhagen bestreitet in diesem Stadion seine Heimspiele. Außerdem beherbergt das Telia Parken des Öfteren die dänische Fußballnationalmannschaft. Neben dem Finale des dänischen Fußballpokals, fanden hier auch das Finale im Europapokal der Pokalsieger 1993/94 und das Finale im UEFA-Pokal 1999/2000 statt.
Die Amsterdam ArenA ist in den Niederlanden das größte Stadion und hat eine Kapazität von 52.960. Es wurde 1996 erbaut und war das erste reine Fußballstadion mit einem Komplettdach, das sich in 20 Minuten durch eine Mechanik öffnen, bzw. schließen lässt. Neben den Heimspielen von Ajax Amsterdam wurden hier auch Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2000 ausgetragen. Zudem fand das Finale der UEFA Champions League 1998 und das Finale der UEFA Europa League 2013 in der ArenA statt.
Ein weiteres Stadion für das Paket mit drei Gruppenspielen und einem Achtelfinale ist das Aviva Stadium in Dublin, Irland. Das 410 Millionen teure Stadion wurde im Mai 2010 eröffnet und hat eine Kapazität von 51.700 Zuschauern. Neben der irischen Fußballnationalmannschaft, trägt auch die irische Rugby-Union-Nationalmannschaft ihre Spiele hier aus. Zudem finden die Heimspiele des Rugbyteams Leinster Rugby im Aviva Stadium statt. Seit 2010 beherbergt das Stadion die Finalspiele des FAI-Cups. Außerdem wurde das Finale der UEFA Europa League 2010/11 hier ausgetragen. Ursprünglich geplant war das Finale 2009/10. Da der Bau jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war, ging das Finale nach Hamburg.
Die Arena Națională ist ein reines Fußballstadion, steht in Bukarest, Bulgarien, und fasst 55.600 Plätze. Die Arena kostete etwa 234 Millionen Euro und wurde zwischen 2008 und 2011 errichtet. 2009 wurde beschlossen, ein lichtdurchlässiges Faltdach anzubringen. Diese Technik wurde bereits in der Commerzbank-Arena in Frankfurt mit positiven Ergebnissen erprobt. Es kann innerhalb von 15 Minuten geöffnet, bzw. geschlossen werden. Die rumänische Fußballnationalmannschaft trägt hier ihre Heimspiele aus. Unter anderem fand das Finale der UEFA Europa League 2011/12 hier statt.
Folgende Stadien/Städte wurden nicht ausgewählt:
• Die Philip-II-Arena in Skopje, Mazedonien
• Das Wassil-Lewski-Nationalstadion in Sofia, Bulgarien
• Die Friends Arena in Stockholm, Schweden
• Das Traktar-Stadion in Minsk, Weißrussland
• Das Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem, Israel
• Millennium Stadium in Cardiff, Wales

Bereits vor der Wahl haben folgende Stadien/Städte ihre Bewerbung zurückgezogen:
• Das Olympiastadion Athen in Griechenland
• Die Astana Arena in Astana, Kasachstan
• Der St. Jakob-Park in Basel, Schweiz
• Das Stadion Rajko Mitić in Belgrad, Serbien bzw. ein Neubau
• Die Donbass Arena in Donezk, Ukraine
• Das Olympiastadion Helsinki in Helsinki, Finnland
• Das Atatürk Olimpiyat Stadı in Istanbul, Türkei
• Das Stadion Hrazdan in Jerewan, Armenien
• Das Stade des Lumières in Lyon, Frankreich
• Warschau oder Chorzów in Polen
• Lissabon oder Porto in Portugal
• Das Neue Nationalstadion in Prag, Tschechien
• Das Stadion Maksimir in Zagreb, Kroatien

Die EM 2020 im Fernsehen – ARD und ZDF übertragen

Auch 2020 wird die ARD und das ZDF alle 51 geplanten Spiele (es wird bei 24 Teams bleiben) im Free-TV zeigen. SportA, die Sportrechteagentur von ARD und ZDF, hat hierüber eine Vereinbarung mit der UEFA erzielt. Wie viel Geld die beiden Sender für die Übertragungsrechte ausgegeben haben, wurde nicht bekannt. (Stand 05.10.2016).

Mögliches Deutsches Team zur EM 2020

Nach dem blamablen EM-Aus 2004 hat der DFB verstärkt auf eine professionelle Ausbildung der Jugendmannschaften gesetzt. Vor allem gab es ein neues Konzept, das auch in den U-Mannschaften Anwendung findet. Auch aufgrund der Kontinuität in sämtlichen Bereichen entwickelte sich der DFB zu einer absoluten Talentschmiede. Bereits jetzt könnten alle Spieler der Nationalmannschaft durch talentierte junge Spieler ersetzt werden und für Furore sorgen.

Sportliche Leitung – Bundestrainer & Team

Joachim Löw, seit 2004 Co-Trainer und seit 2006 Trainer der Nationalmannschaft, hat seinen Vertrag bis 2018 verlängert – und zwar bis zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Es wird vermutet, dass Löw nach der WM 2018 den Vertrag nicht noch einmal verlängern wird, schließlich ist der Weltmeistertrainer von 2014 dann stolze 58 Jahre alt und könnte nach 14 erfolgreichen Jahren in Rente gehen.
Als Nachfolger werden unter anderem Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel gehandelt. Jedoch gelten beide als sehr emotional und etwas zu „aggressiv“ für den Posten. Es ist ebenfalls denkbar, dass sich die Geschichte wiederholt und ein Co-Trainer, in diesem Fall Thomas Schneider, zum Trainer aufsteigt. Sein Vertrag läuft ebenfalls bis 2018. Eine weitere Lösung könnte intern gefunden werden, etwa mit einem Trainer der U-Mannschaft, der bereits ein Teil des DFB ist und mit den Anforderungen vertraut ist.
Team-Manager Oliver Bierhoff ist noch bis 2020 an den DFB gebunden und bleibt dem Team somit erhalten. Bierhoff lehnte bereits mehrere Male den Job des Nationaltrainers ab, und wird diesen Posten somit nicht übernehmen.
Torwarttrainer ist seit 2004 Andreas Köpke und steht ebenfalls noch bis 2018 unter Vertrag – jedoch spricht nichts dagegen, dass Köpke seinen Vertrag bis 2020 oder darüber hinaus verlängern wird und dem Team erhalten bleiben wird.

Torwart

Die aktuelle und unumstrittene Nummer Eins im Tor ist Manuel Neuer, der im Jahr 2020 34 Jahre alt sein wird. Voraussichtlich wird er weiterhin im Tor stehen. Denn nicht zuletzt durch seine Paraden und sein starkes Stellungsspiel gewann die DFB-Elf den WM-Titel 2014. Es wird womöglich sein letztes großes Turnier sein.
Die aktuelle Nummer Zwei, Roman Weidenfeller, wird wohl nach der EM 2016 mit 36 Jahren aus der Nationalmannschaft zurücktreten.
Die aktuelle Nummer Drei, Ron-Robert Zieler, wäre 2020 31 Jahre alt. Falls er sein Niveau halten und auch international glänzen kann, so könnte er hinter Manuel Neuer zur Nummer Zwei aufsteigen. Doch drängen bereits drei bis vier sehr starke junge Torhüter nach, die auch Manuel Neuer den Status der Nummer Eins streitig machen können. Neben Bernd Leno hat auch Marc-André ter Stegen bereits einige internationale Erfahrungen sammeln können. Beide waren stets ein sicherer Rückhalt. Zum erweiterten Kreis der großen Talente mit einer vielversprechenden Zukunft gehören Loris Karius und Timo Horn.

Abwehr

Aktuell gesetzt in der Abwehr sind Jérôme Boateng, Jonas Hector, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Shkodran Mustafi , Sebastian Rudy, Holger Badstuber und Matthias Ginter. Sollten alle ihre Form halten können und sich nicht verletzen, werden diese Spieler vermutlich die Abwehr bilden. Wobei bereits ein Christian Günter, Robin Knoche und Julian Korb nachrücken und Druck ausüben. Im erweiterten Kreis steht mit Erik Durm ein guter Spieler, der seine Form noch länger halten müsste, um wieder ein Teil der Mannschaft zu werden. Kevin Großkreutz wird wohl nicht mithalten können und aus der Nationalmannschaft ausscheiden.

Mittelfeld

Bastian Schweinsteiger übernahm nach Phillip Lahm die Kapitänsbinde. Bei der EM 2020 wird er bereits 34 Jahre alt und womöglich nicht mehr dabei sein. Auch Lukas Podolski wird wohl nicht mehr dabei sein. Sein Stern ging mit Schweinsteiger bei der WM 2006 auf. Er wird ebenfalls 34 Jahre alt sein. Für beide wird wohl die WM 2018 das letzte große Turnier sein. Bleibt Sami Khedira fit, könnte er mit 33 Jahren bei der EM 2020 sein letztes Turnier spielen und womöglich die Kapitänsbinde übernehmen. Als Leistungsträger und erfahrene Spieler werden voraussichtlich İlkay Gündoğan, Christoph Kramer, Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Marco Reus, Julian Draxler und André Schürrle gesetzt sein. Druck im Mittelfeld werden sehr talentierte und unter anderem bereits international erfahrene Spieler ausüben, wie Karim Bellarabi, Leonardo Bittencourt, Emre Can, Johannes Geis, Joshua Kimmich, Felix Klaus, Moritz Leitner, Max Meyer und Gianluca Gaudino. Allesamt sind hochtalentiert und könnten auch alleine das Mittelfeld bilden, sollte ein kompletter Umbruch gewagt werden.

Sturm

Im Sturm gesetzt wird wohl Mario Götze, Siegtorschütze im Finale der WM 2014, sein. Bei der EM 2020 wird er 27 Jahre alt sein und als erfahrener Spieler Verantwortung übernehmen. Max Kruse könnte mit 32 Jahren noch teilnehmen, jedoch rücken mit Kevin Volland, Julian Brandt, Timo Werner, Levin Öztunali, Davie Selke, Philipp Hofmann, Leroy Sané und Serge Gnabry äußerst talentierte, robuste und torgefährliche Spieler nach, die ihn ersetzen könnten.